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17.12.2014

Gemeinde gut aufgestellt

von Gemeinde Trabitz

Trabitz. „Ich blicke in lauter zufriedene Gesichter“: Nach gerade einmal 40 Minuten konnte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk die Gemeindeversammlung im Sportheim beschließen. Lediglich Hans Hofmann aus Preißach hatte die Änderung der Rechts-vor-links-Vorfahrtsregelung in der Schlossgasse beim Anwesen Baumann vorgeschlagen und Christine Bodner die Aufstellung eines Grüngutcontainers in Weihersberg angeregt. Im Übrigen gaben sich die rund 50 Besucher „wunschlos glücklich“.

„Gut aufgestellt“ ist die Gemeinde auch nach Pepiuks Einschätzung. Vor allem die Gemeindefinanzen gäben Anlass zur Zufriedenheit: Der Schuldenstand sei weiter rückläufig und werde zum Jahresende mit rund 400 Euro je Einwohner um gut 300 Euro unter dem bundesweiten Durchschnitt vergleichbarer Kommunen liegen. Dabei, so die Bürgermeisterin, beschreite die Gemeinde auch weiterhin den von Dieter Klein eingeschlagenen Weg, im Interesse von Lebensqualität und Zukunftssicherung nicht auf Kosten sinnvoller Investitionen zu sparen.

Einen beachtlichen Anteil am Gelingen dieses Spagats hätten die Bürger, betonte Pepiuk. Als Beispiel nannte sie das im Mai eingeweihte Zessauer Gemeinschaftshauses, von dessen Baukosten in Höhe von rund 580.000 Euro die Schützengesellschaft „Eichenlaub“ und die Freiwillige Feuerwehr 100.000 Euro getragen hätten. Überdies habe die Dorfgemeinschaft 8000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. „Daran sieht man, was ein Dorf leisten kann, wenn es zusammenhält“, lobte Carmen Pepiuk diesen solidarischen Kraftakt.

Anerkennende Worte fand die „Gemeindechefin“ auch für die freiwillige Mitarbeit der Pichlberger beim Bau des Wassererlebnisbeckens sowie für die Pflege der Ortschaften und Spielplätze durch die Einwohner: „Uns beneiden viele um unsere sauberen und aufgeräumten Dörfer und Einrichtungen.“ Den Vereinen verdanke Trabitz nicht nur ein vielseitiges Ferienprogramm, sondern auch eine „unendlich lange Liste“ an Festen und anderen Angeboten quer durchs ganze Jahr. „So viel Einsatz, Hilfsbereitschaft und ‚Wir-Gefühl‘ sind nicht in allen Gemeinden selbstverständlich“, freute sich Pepiuk und rief alle Bürger auf, dieses Engagement mit einem regen Besuch der Veranstaltungen zu würdigen.

Als weiteres abgeschlossenes Projekt erwähnte die Bürgermeisterin den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Burkhardsreuth und Preißach. In vollem Gang sei die Neugestaltung des Zessauer Dorfplatzes, der schon jetzt den „künftigen Glanz“ erahnen lasse: „Im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.“ Dann solle auch der Startschuss zum Bau des Breitband-Kabelnetzes fallen. Mit maximal 920.000 Euro Fördergeldern für den Anschluss des Gemeindegebiets ans schnelle Internet könne Trabitz rechnen.

Noch ein weiteres „Mammutprojekt“ stehe der Gemeinde für 2015 ins Haus: die Renovierung des „Memory“ im Zuge des „Städtebauförderungs“-Projekts für den Trabitzer Ortskern. Die für die endgültige Bau- und Nutzungsplanung unabdingbaren Untersuchungen des Gebäudezustands habe man in Auftrag gegeben. Demnächst müsse allerdings der marode Dachstuhl im Westflügel gesichert werden, da das Dach sonst womöglich unter einer etwaigen größeren Schneelast zusammenbräche. (Text: BJP)

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