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17.12.2014

Stilles Örtchen am Ort der Stille

von Gemeinde Trabitz

Trabitz. Viel los war auch heuer in der Gemeinde Trabitz – so viel, dass Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in ihrem Bericht zur Bürgerversammlung nicht alles Revue passieren lassen konnte: „Das würde wohl den Rahmen dieses Abends sprengen.“ Eines jedoch wollte sie nicht unerwähnt lassen: Seit September steht den Besuchern des Burkhardsreuther Friedhofs eine Toilette offen – dank der Initiative engagierter Bürger.

In einem Seitentrakt der Friedhofskapelle steht seit September ein WC offen.

Vor allem den Brüdern Heinrich, Hermann und Josef Bauer war es zu verdanken, dass sich der lang gehegte Wunsch vieler Einwohner erfüllte. Zusammen mit Konrad Bauer und Markus Deubzer machten sie sich über mehrere Wochen hinweg ehrenamtlich ans Werk, um in einem leer stehenden Seitentrakt der Friedhofskapelle ein behindertengerechtes WC einzurichten. Konrad Dippel steuerte die Holzdecke bei, die von Josef Plössner aus Filchendorf montiert wurde. Carmen Pepiuk dankte allen Beteiligten und rief die Friedhofsbesucher auf, das neue WC pfleglich zu behandeln.

Mit gemischten Gefühlen verfolgte die Bürgermeisterin die Bevölkerungsentwicklung. Elf Geburten standen zwölf Sterbefälle gegenüber, die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz ging leicht von 1305 auf 1299 zurück, hinzu kommen wie im Vorjahr 83 Personen mit Nebenwohnsitz. Pepiuk hoffte, dass wieder mehr junge Paare Mut zu Kindern beweisen werden. Um dem Nachwuchs leistungsstarke Schulen zu sichern, zahlte die Gemeinde heuer 32.500 Euro Schulumlage an den Schulverband „Am Rauhen Kulm“, dessen Speinsharter Grund- und Mittelschule 26 Kinder aus Trabitz besuchen. An den Schulverband Pressath, der 17 Trabitzer Schüler unterrichtet, flossen 28.795 Euro.

Gut angelegt, so Carmen Pepiuk, seien auch die 60 Euro Gemeindezuschuss je Kind und Woche für die Teilnahme an den Ferienangeboten des Zessauer erlebnispädagogischen Vereins VEZ und die Beihilfen zugunsten der Vereine, die aktive Jugendarbeit betreiben. Zu Dank verpflichtet sei die Gemeinde allen Dienststellen, die durch beträchtliche Zuschüsse aus der Städtebau- und Dorferneuerungsförderung und weiteren „Fördertöpfen“ viele Vorhaben erst ermöglicht hätten. Eine vorausschauende Finanzplanung bleibe A und O der Gemeindepolitik, wobei die Kommune von der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft zuverlässig unterstützt werde, betonte Pepiuk.

Ganz leicht sei dies dennoch nicht: „Viele Einnahmen lassen sich fast punktgenau vorausberechnen, bei manchen jedoch ist das so gut wie unmöglich, so dass man sowohl schöne als auch böse Überraschungen erleben kann.“ Dies gelte insbesondere für die Gewerbesteuer: „Hier hatten wir beispielsweise vor vier Jahren Einnahmen von rund einer Million Euro, in diesem Jahr sind es 68.490, wobei im Etat eine Schätzung von 150.000 Euro angesetzt war.“ Die Bürgermeisterin verwies noch auf den Erwerb des Heindlweihers, der nach dem Willen der Gemeindeverantwortlichen mit in das Gestaltungskonzept für den Trabitzer Ortskern einbezogen werden solle. Seit 1. Oktober sei das Gewässer an den Sportanglerverein Eschenbach verpachtet. (Text: BJP)

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