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23.01.2015

Rotoren vom Winde verweht

von Gemeinde Trabitz

Trabitz. „Als Windhauch kam sie, ins Dunkel geht sie.“ Die jüngste Richtungsänderung der bayerischen Windenergiepolitik und ihre Folgen für die Gemeinde Trabitz hat König Salomo in diesem Bibelvers nicht prophezeit, doch er passt dazu. Die Formel „10H“ – sprich: der Abstand zum nächsten Siedlungsplatz muss mindestens das Zehnfache der Windrad-Nabenhöhe betragen – lässt die Pläne verwehen, auf der Miega und beim Judenberg zwei Vorrangflächen für die umstrittenen „Stromspargel“ auszuweisen.

Allenfalls die Fläche auf der Miega könnte teilweise genutzt werden, sofern alle Einwohner der nächstgelegenen Orte Burkhardsreuth, Hub und Pichlberg einverstanden wären. Doch selbst dann wären nur Rotormasten mit 80 Metern Nabenhöhe erlaubt. In seiner Januarsitzung war sich der Gemeinderat mit Bürgermeisterin Carmen Pepiuk einig, dass hierfür kein Bedarf vorauszusetzen ist, da derart niedrige Windräder nicht wirtschaftlich zu betreiben wären.

Allerdings war auch vor der Richtlinienverschärfung die Nachfrage alles andere als stürmisch: „Es gab einen Interessenten aus der Region, aber der ist schon vor einiger Zeit wieder abgesprungen“, informierte die Bürgermeisterin. „Flaute“ brachten die neuen Vorschriften auch für die zu Trabitz und Pressath gehörende Fläche bei Zintlhammer. „Pressath hat schon signalisiert, an dieser Parzelle nicht mehr festhalten zu wollen, die ohnehin in einer Einflugschneise des Truppenübungsplatzes liegt“, ließ Pepiuk wissen.

Mithin beschloss der Gemeinderat einstimmig, dem Landratsamt auf eine entsprechende Nachfrage zu antworten, dass Trabitz an einer Herausnahme der beiden Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet Oberpfälzer Hügelland nicht mehr interessiert sei. „Wir müssten dafür sowieso den Flächennutzungsplan ändern und Bebauungspläne aufstellen, was mit beträchtlichen Kosten verbunden wäre, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden“, gab die Bürgermeisterin zu bedenken.

Erfreulicher war die Bilanz, die Jugendbeauftragter Bernhard Dötsch für die Aktion „Wir warten aufs Christkind“ (wir berichteten) zog. Dass Kinder und Eltern das vierstündige Programm mit Spielen, Basteleien und Liedern in bester Erinnerung behalten hätten, sei vor allem das Verdienst der zahlreichen jugendlichen Helferinnen gewesen, denen Dötsch und Carmen Pepiuk dankten. Auf Anfrage von Konrad Dippel informierte das Gemeindeoberhaupt über die Arbeiten am „Memory“.

Hans Hey entgegnete, dass zurzeit die Tageslänge noch nicht ausreiche, um den Akku über Sonnenkollektoren aufzuladen. Im Frühjahr könne der Bauhof die Apparatur aber aufstellen. Keine Einwände erhoben die Räte gegen Norbert Schreglmanns Absicht, in Weihersberg ein Einfamilienhauszu bauen. Jedoch müssten die vom Landratsamt verhängten naturschutzrechtlichen Vorgaben für das teilweise als Baumbiotop qualifizierte Grundstück beachtet werden. (Text: BJP)

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