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08.03.2015

Musiksalon vertagt

von Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum Kemnath

Kemnath. Der Ausstellungs- und Begegnungsraum in der früheren Gärtnerei Meister ist ein Glücksgriff für Verein und Heimatmuseum: Hierin sind sich die Mitglieder der Vorstandschaft des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK) einig. Die Pläne für den „Kemnather Musiksalon“, eine aus der reichhaltigen Musikautomatensammlung von Museumsleiter Anton Heindl bestückte neue Dauerausstellung, müssen die Geschichtsfreunde allerdings vorerst auf Eis legen.

HAK-Vorstandschaft beriet über "Meisterstuben".

In der jüngsten Vorstandssitzung erinnerte Vorsitzender Hans Rösch daran, dass Verein und Museumsleitung seit November in Kontakt mit einem thüringischen Objektplanungsbüro stünden. Dieses habe konkrete Entwürfe für eine professionelle Raumgestaltung und -ausstattung vorgelegt, die allerdings mit mindestens 34.500 Euro zu Buche schlüge. Ohne Zuschüsse sei an ein solches Vorhaben nicht zu denken.

Allerdings, so Rösch, habe die Landesstelle für nichtstaatliche Museen als erster und wichtigster Ansprechpartner signalisiert, das Vorhaben nicht fördern zu können. Der Grund: Der auf 20 Jahre abgeschlossene Mietvertrag räume dem Hauseigentümer ein Kündigungsrecht nach fünf Jahren ein. Trotz des guten Verhältnisses zwischen HAK und Eigentümerfamilie sehe die Behörde deshalb keine ausreichende Gewähr für den langfristigen Bestand des Ausstellungsraums, bedauerte der Vorsitzende: „Und ohne Unterstützung der Landesstelle braucht der HAK auch nicht auf Zuschüsse aus anderen ‚Töpfen‘ zu rechnen.“

Aufgeben wolle man die Idee dennoch nicht: „In Gestalt von Sonderausstellungen können wir das Projekt quasi im kleineren Maßstab fortführen, und es ist nicht ausgeschlossen, dass der Musiksalon an anderer Stelle in Kemnath doch noch auf Dauer eingerichtet werden könnte.“ Die „Meisterstube“ werde für eine Summe im unteren vierstelligen Bereich zum „Multifunktions- und Begegnungsraum“ ausgebaut. „Die Ausstellungen und Vernissagen, die dort schon stattgefunden haben, haben gezeigt, dass unser Museum mit diesem Raum nebst Teeküche eine funktionelle Ergänzung gefunden hat, wie wir sie lange gesucht haben“, resümierte Rösch. Die Stadt Kemnath als Mitmieterin sowie Ehrenbürger Max Ponnath, der den Ausbau des Raums auf den Weg gebracht hatte, trügen den neuen Plan mit.

Konkretisiert wurde die Tagesordnung der HAK-Hauptversammlung am 27. März um 19.30 Uhr „beim Schinner“. Als Gastreferenten hat der Verein den Archäologen Stefan Wolters gewonnen, der als wissenschaftlicher Leiter des Geschichtsparks Bärnau/Tachau über dessen Konzeption als „das größte archäologische Museum“ sprechen wird. Weitere Termine sind eine abendliche historische Stadtführung am 30. April anlässlich der Zehnjahrfeier des „Phantastischen Karpfenwegs“, das Museumsfest mit Flohmarkt am 3. Mai und die Studienfahrt am 4. oder 25. Juli zur Landesausstellung „Napoleon und Bayern“ in Ingolstadt.

Schriftleiter Robert Schön verwies auf das bevorstehende Erscheinen des Jahrbuchs „Kemnather Heimatbote“, das erstmals vollständig in Farbe erscheine. Erfreut nahm die Vorstandschaft außerdem zur Kenntnis, dass Susanne Vonhoff eine Zusammenarbeit von HAK und Gymnasium Eschenbach für eine Schülerprojektarbeit „Stadtführungen“ angebahnt habe. (Text: BJP)

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Blankwaffen bis April

Kemnath. Noch bis zum 27. April kann im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum die Blankwaffenausstellung „Vom Säbel zum Pallasch: Blankwaffen aus drei Jahrhunderten“ besichtigt werden. Das Museum in der Froveste ist sonntags von 14 bis 16 Uhr, am 5. April zusätzlich von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. (Text: BJP)

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