Gemeinde Kastl

Der in Bayern häufige Ortsname Kastl geht vermutlich auf den Heiligen Kastulus zurück.

Seit 1119 ist das Gebiet um Kastl wie das gesamte nachmalige kurpfälzische Landrichteramt Waldeck - Kemnath im Besitz der Landgrafen von Leuchtenberg nachweisbar. Der namengebende Hauptort der Gemeinde wird 1244 und 1270 durch Nennung des Pfarrers von Kastl als Urkundenzeuge und im Wittelsbachischen Herzogsurbar von 1285 durch Erwähnung der Pfarrkirche St. Margaretha als heutiges bauliches Wahrzeichen kundbar. Das Patronatsrecht der Pfarrei übte seit dem Ende des 13. Jahrhunderts das Kloster Speinshart aus.

Noch im 16. Jahrhundert bestand der Ort nur aus vier ganzen Höfen, 24 Gütern und einem Gütl. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wies Kastl bereits 37 Anwesen bei 63 Herdstätten auf. Innerhalb des dermaligen Gemeindegebietes hatten sich auch drei Landsassereien entwickelt, von denen die leuchtenbergischen Lehen Wolframshof und Bruck bei Kastl, wie Unterbruck früher genannt wurde, die ältesten waren.

Ein geschichtlicher Höhepunkt der Ortschaft war die gewonnene Schlacht gegen eine Franzosentruppe am 26. August 1796. Die Kastler Bauern traten den mit Schusswaffen ausgerüsteten Franzosen nur mit Mistgabeln entgegen und konnten sie so von einem Überfall auf die Nachbarstadt Kemnath abhalten. Dies war nur möglich, da die Soldaten die Nacht zuvor einiges über den Durst getrunken hatten.

Die Beziehungen der Gemeinde zu den Landgrafen von Leuchtenberg werden im Gemeindewappen durch das Leuchtenberger Wappen, den blauen Balken im silbernen Feld dargestellt, während die beiden Drachenflügel, Teile des Attributs der hl. Margaretha, zugleich an die spätgotische Pfarrkirche und an das Kloster Speinshart erinnern sollen.

Im Friedhof Kastl befindet sich ein sogenannter "Bonifatiusstein". Dies ist eines der ältesten Denkmäler des Landkreises Tirschenreuth. Auf diesem Stein ist eine Scheibenkreuzplatte eingemeisselt, die auch im Wappen der Gemeinde enthalten ist. Man sagt, dass Bonifatius, als Zeichen seines Wirkens, diese Steine überall dort hinterlassen hat, wo er ca. 1000 n. Chr. als Missionar tätig war. Ein weiterer Stein befindet sich im Schloss Wolframshof.

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