Stadt Kemnath

Diese Vorläufersiedlung lag als Fernstraßenknotenpunkt etwa 700 m nordwestlich außerhalb der Die erste urkundliche Erwähnung Kemnaths erfolgte am 6. Juli 1008, als Kaiser Heinrich II. in Frankfurt unter anderem "Keminata" seinem 1007 gegründeten Bistum Bamberg schenkte. heutigen Stadt in der Flur Altenkemnath. Wer die Ortsherren von Kemnath im Hochmittelalter waren, ist nicht genau auszumachen; vielfach werden die Grafen von Pettendorf-Lengenfeld-Hopfenohe genannt. Seit dem zweiten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts waren es die Leuchtenberger, die späteren Landgrafen, ab 1283 die bayerischen und ab 1329 die pfälzischen Wittelsbacher, bevor 1623/28 der Landstrich wieder unter die Herrschaft der bayerischen Wittelsbacher gelangte. Wegen der für die Marktanlage günstigeren Topographie verlegten wohl noch die Leuchtenberger diese Ursiedlung auf die inselartige Bodenerhebung des heutigen Stadtplatzes. Zwischen 1354 und 1375 wurde Kemnath zur einzigen Stadt des damaligen Landrichteramtes Waldeck-Kemnath erhoben.

Umwehrt war Kemnath mit einem doppelten Mauerring, Rund- und Schalentürmen sowie zwei basteiartigen Vorwerken mit Zugbrücken. Teile dieser Stadtmauer wurden zwischenzeitlich saniert und zeugen von der einstigen Wehrhaftigkeit Kemnaths. Ab 1803 wurde der seichte Wassergraben um die Stadt trockengelegt und die Wehranlagen größtenteils demontiert. In der Barockzeit war die Kommune, wie bereits schon einmal um die Mitte des 15. Jahrhunderts zur Zeit der Erbauung der spätgotischen Stadtpfarrkirche, ein regional bedeutendes Kunsthandwerkszentrum.

Bekannt sind vor allem die Maler Sattler, Wild oder Weyh, die Kunstschreiner Eckmann, die Bildhauer Dorsch oder die Goldschmiede Zeillner, Mayer und Kutzer. Nicht vergessen werden darf dabei, dass das Armaturenwerk Fortschau bei Kemnath zwischen 1689 und 1801die einzige größere Fabrikationsstätte für Handfeuerwaffen der bayerischen Armee darstellte. Wertvolle Exponate aus dieser Zeit können heute im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in der Fronfeste, einem alten Gefängnis mit noch erhaltenen Zellen, Ketten und Holzpritschen besichtigt werden. Dort werden im Stadtarchiv auch Archivalien der Stadtgeschichte bis in das 14. Jahrhundert beherbergt. Bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 war Kemnath Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Der Landkreis Kemnath gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Bis zu seiner Auflösung hatte der Landkreis 49 Gemeinden. Die größten Orte waren Kemnath, Kulmain und Immenreuth.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Kemnath im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst und dem Landkreis Tirschenreuth zugeschlagen. Einige Gemeinden (Bereiche Speichersdorf und Mehlmeisel) kamen zum oberfränkischen Landkreis Bayreuth, die früheren Gemeinden Mockersdorf (heute Stadtteil von Neustadt am Kulm) und Hessenreuth (heute Stadtteil von Pressath) zum Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Ortsnachrichten aus Kemnath

Vereinsnachrichten aus kemnath

Institutionsnachrichten aus kemnath

Pinnwand

Sie müssen registriert und angemeldet sein um Kommentare auf der Pinnwand zu hinterlassen.

Aktuell sind keine Einträge vorhanden.

informationen

Seite weiterempfehlen

auf Facebook teilen auf Twitter teilen per eMail weiterleiten

Karte

Termine

22.07.2017 10:00 Pfarrkirche Waldeck, Waldeck mehr lesen
22.07.2017 19:00 Kath. Gottesdienste Kemnath, Kemnath mehr lesen
23.07.2017 08:30 Kath. Gottesdienste Kemnath, Kemnath mehr lesen

Vereine in Kemnath

Firmen in Kemnath

Hotels & Gastro in Kemnath

Institutionen in Kemnath