Vereinsnachricht

23.01.2017

Zwei Preise für die Bayerische Jungbauernschaft

von Landjugend-Bezirksverband Oberfranken,

„Landjugend bewegt das Land! Das ist kein leerer Slogan, sondern wird von uns landauf, landab gelebt. Das beweisen die vielen 1a-Bewerbungen für den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2017“, so Sebastian Schaller, Vorsitzender des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V.

Unsere bayerischen Preisträger Tobias Ulrich und Martina Edenhofer mit den Laudtoren Nina Sehne und Sebastian Schaller (BDL Bundesvorsitzende) und Harald Krummenauer von der R+V Die Bayerische Landjugend räumte den "Sonderpreis Integration" des EEG Preises gleich zwei mal ab. Ernst-Engelbrecht-Greve Preisträger 2017.Getreu dem Lebensmotto von Ernst Engelbrecht-Greve „Den Strukturwandel fördern, aber nicht erzwingen“ soll der nach dem schleswig-holsteinischen Politiker benannte Preis zur Verbesserung von Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Menschen in den ländlichen Räumen beitragen. Der Bewerbungszeitraum für den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2019 beginnt im Frühjahr nächsten Jahres.

Gemeinsam mit der R+V Versicherung vergab der größte Jugendverband im ländlichen Raum am Rande der IGW in Berlin die mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Auszeichnung.
Beeindruckt von Fülle und Vielfalt, Qualität und Einfallsreichtum der eingereichten Bewerbungen war der Jury die Entscheidung nicht leicht gefallen. „Viele hätten den Preis verdient“, so Harald Krummenauer von der R+V Versicherung vor den tausenden jungen Gästen der BDL-Jugendveranstaltung auf der Grünen Woche. Die Jury habe sich schließlich für drei Siegerprojekte und zwei Integrationsaktionen entschieden:
• Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis:
3000 Euro für agriKULTUR
So viel Praxis- und Verbrauchernähe ist selten. agriKULTUR ist ein YouTube Kanal, auf dem JunglandwirtInnen ein realistisches Bild „ihres“ landwirtschaftlichen Alltags zeichnen. Mit ihren Videoclips über die Arbeit im Stall, auf dem Acker oder Weinberg versachlichen sie die gesellschaftliche Debatte über die moderne Landwirtschaft, ohne langweilig zu werden. Ganz im Gegenteil: Kurzweilig und verständlich, spannend geschnitten und authentisch vermitteln sie Laien Wissen und Leidenschaft für die Landwirtschaft. Charmant und frisch verbinden sie darin Tradition und Moderne, Land und Technik. Und sie wollen weiter machen, weitere Tätigkeiten verständlich machen, die Vielfalt der Landwirtschaft zeigen. Die Jury urteilt: Mehr davon!
• Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis:
2000 Euro für Comeback Elbe-Elster
Der praktische Ansatz überzeugt. Da haben sich junge Menschen zusammengeschlossen, um mit Leidenschaft und guten Ideen den demografischen Wandel in ihrem Landkreis zu gestalten. Die Initiative Comeback Elbe-Elster macht ihrem Namen alle Ehre. Sie baut Brücken zu Rückkehrwilligen und ebnet ihnen den Weg. Im vorigen Sommer hat die Gruppe ein leerstehendes Geschäftshaus in Finsterwalde als Pop-up-Store genutzt - als Willkommensagentur, Heimatladen und Arbeitszimmer. Sie öffnet Neuankömmlingen, aber auch Alteingesessenen die Augen für die Chancen ihrer Region - mit reichem Erfahrungsschatz, regionalem Wissen und belastbarem Netzwerk lokaler Akteure. Die Jury sagt: Ein innovatives Konzept, das sich zur Nachahmung empfiehlt.
• Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis:
2000 Euro für Land(er)leben
Besser lässt sich das Interesse an den Grünen Berufen außerhalb der Branche kaum wecken. Das Projekt der Westfälisch-Lippischen Landjugend erlaubt es jungen Menschen, in Ferien oder Urlaub das Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof live kennenzulernen. Es greift damit einen Trend auf und bietet aktiven Individualurlaub. Land(er)leben garantiert jungen Menschen eine unvergleichliche Zeit jenseits des Alltagstrotts. Zugleich gewinnt die Landwirtschaft. Denn sie kann mit dem Blick hinter die „Kulissen“ schon heute für die Zukunft von morgen begeistern und sorgt für Wertschätzung der Branche. Ein Projekt, das Durchhaltevermögen braucht, aber langfristig wirkt, lobt die Jury.
• Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis „Integration!“:
1500 Euro für die 72-Stunden-Aktion
Eigentlich sind 72 Stunden andauernde und Werte schaffende Aktionen bei der Landjugend nichts Besonderes. Nicht so, wenn die Landjugend Gnodstadt mit Flüchtlingen und Asylbewerbern drei Tage lang gemeinsam fürs Land aktiv wird. Und das im Juni 2015. Allen Vorurteilen und Sprachproblemen zum Trotz sorgte die Landjugend dafür, dass neue und alte Dorfbewohner gemeinsam eine Sitzgruppe behindertengerecht umbauten und den Gehweg erneuerten. Was beim Smalltalk bei der Arbeit mit Händen und Füßen begann, ist heute Alltag. Geflüchtete spielen für das örtliche Fußballteam, sind beim wöchentlichen Stammtisch und gehören zu Gnodstadt wie die Landjugend. Das Urteil der Jury: Ein zeitiges Musterbeispiel für nachhaltige Integration vor der eigenen Haustür.
• Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis „Integration!“:
1500 Euro für „Gemeinsam Neues säen“
Der Name ist Programm. Der Aktionstag in Pullach, bei dem junge Deutsche und Geflüchtete zusammen pflanzten und kochten, arbeiteten und aßen, hat die Weichen für die gemeinsame Zukunft und ein Miteinander, das diesen Namen verdient, gestellt. Das Besondere: Bayerische Jungbauernschaft und Junggärtner zeigten dabei ganz praktisch, welche Berufschancen die grüne Branche bietet. Denn sie hatten die Ansprechpartner vor Ort, konnten Fragen beantworten, Kontakte herstellen… So entstanden nicht nur Hochbeete voller Gemüse und Kräuter, sondern auch Gemeinschaft und persönlicher Austausch, ein Grundwissen über mögliche Ausbildungsberufe und Interesse aneinander. Weitersagen empfiehlt die Jury und lobt den starken Bezug zur beruflichen Bildung bei der Integrationsarbeit.
Bereits zum achten Mal würdigten BDL und R+V mit dem nach dem langjährigen BDL-Vorsitzenden und schleswig-holsteinischen Landwirtschaftsminister Ernst Engelbrecht-Greve benannten Preis die Arbeit junger Menschen in den ländlichen Räumen. „Doch dieser Preis soll nicht nur Ehrung sein, sondern auch Leuchtturm für die Zukunft. Denn wir wollen Anreiz geben, selbst die Initiative zu ergreifen“, so Harald Krummenauer von der R+V. „Nachmachen ist erwünscht. Probiert aus, was bei euch geht, was zu euch und eurer Region passt“, empfiehlt der BDL-Bundesvorsitzende Sebastian Schaller. Er ist überzeugt: „Jeder hat das Potenzial zum Ernst-Engelbrecht-Greve-Preisträger.“
Getreu dem Lebensmotto von Ernst Engelbrecht-Greve „Den Strukturwandel fördern, aber nicht erzwingen“ soll der nach dem schleswig-holsteinischen Politiker benannte Preis zur Verbesserung von Lebens- und Bleibeperspektiven für junge Menschen in den ländlichen Räumen beitragen. Der Bewerbungszeitraum für den Ernst-Engelbrecht-Greve-Preis 2019 beginnt im Frühjahr nächsten Jahres.

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