Vereinsnachricht

23.03.2017

Kameradschaft bereitet 125-jähriges Gründungsfest vor

von Krieger- und Soldatenkameradschaft 1892 Kastl

Ganz im Zeichen des 125. Jubiläums steht die Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Kastl.

Schriftführer Wagner, Kreisvorsitzender Semba und Vorstand Pühl wussten über das abgelaufene Jahr zu berichten.

Um zum Fest ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können, ist der Verein sowohl finanziell als auch personell bestens aufgestellt. Nicht zuletzt, weil sich die Zahl der Kameraden um 3 auf 85 erhöht hat. Das berichtete Vorsitzender Michael Pühl in der Jahreshauptversammlung im gut gefüllten Vetter-Saal. Als Ziel gab er die Marke von 100 Mitgliedern vor. Dafür werden in nächster Zeit weitere ehemalige Wehrdienstleistende angesprochen.

Nach dem Totengedenken und dem Protokoll von Schriftführer Reiner Wagner erinnerte Pühl an viele Festausschusssitzungen, Festbesuche und Kameradschaftsabende, aber auch Geburtstagsbesuche, eine Kreisversammlung und verschiedene kirchliche Veranstaltungen. Laut dem Vorsitzenden wird das 125. Gründungsjubiläum vom 19. bis 21. Mai gefeiert. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Er appellierte noch einmal an die Mitglieder, sich freiwillig für die verschiedenen Aufgaben zu melden. Dieser Aufforderung schloss sich Kassier Konrad Federsell an. Er berichtete von soliden Finanzen. Er mahnte aber auch zu etwas mehr Sparsamkeit. Die Revisoren Helmut Schmidt und Adolf Pinzer bescheinigten ihm eine einwandfreie Buchführung.

Zweiter Vorsitzender Jürgen Schreyer legte die Tätigkeit der Volksbundarbeit dar. Das Sammelergebnis 2016 brachte zwar einen minimal geringeren Betrag als im Jahr zuvor, doch lagen die Kastler mit 2910,45 Euro erneut an der Spitze im Landkreis Tirschenreuth. Während hier der Schnitt pro Kopf bei 0,37 Euro lag, beträgt er in Kastl 2,10 Euro.

Bei den Grußworten hob Bürgermeister Josef Etterer den hervorragenden Zusammenhalt in der Kameradschaft heraus. Er versprach, dass die Sanierung des Kriegerdenkmals bis zum Fest erledigt sei. Die Teilnahme am Volkstrauertag müsse aber besser werden. Kreisvorsitzender Thomas Semba lobte die Kameradschaft ebenfalls in den höchsten Tönen. Mit Pühl habe der Verein einen hervorragenden Häuptling, dem seine Indianer gerne folgten. Semba hob den Wert des Volkstrauertages hervor und sprach die Wichtigkeit von Soldaten in der heutigen Zeit an. Wer glaube, ihre Abwesenheit sei gleichzusetzen mit der Abwesenheit von Krieg, täusche sich.

Niemand liebe den Frieden mehr wie der Soldat, betonte der Kreisvorsitzende. Zudem kritisierte er die Bezeichnung "Einsätze" der deutschen Soldaten im Ausland. Für ihn sei das Krieg. "Jeder, dem die Kugeln um die Ohren pfeifen, wird dies bestätigen." Unter großen Applaus sicherte Semba Teilnahme von Landesvorsitzendem Oberst a.D. Lothar Drechsel beim Fest im Mai zu.

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