Vereinsnachricht

03.05.2017

Maibaum für Toleranz. Unser Land ist tolerant. Landjugend Bezirksverband Oberfranken und seine Maibaum für Toleranz-Aktionen

von Landjugend-Bezirksverband Oberfranken,

Egal, ob von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren, der Burschenvereine oder der Landjugendortsgruppen, am vergangenen Wochenende wurden zahlreiche Maibäume aufgestellt. In den Landjugendgruppen Plössen, Eckersdorf, Schreez, Stockau-Lehen (alle Landkreis Bayreuth) und Zaubach im Landkreis Kulmbach standen diese traditionellen Bäume heuer unter dem Motto „Maibaum für Toleranz“.

LJ Zaubach Maibaum für Toleranz: Tim Hennemann( Vorsitzender der Landjugendgruppe), Christina Flauder (stellver. Landrätin und Maibaumehrengast), Martin Baumgärtner (Landesvorsitzender der Landjugend), Roland Wolfrum (Bürgermeister von Zaubach). Jasmin Krug, Ehrengast und Maibaum für Toleranz Vertreter Dr. Hans- Peter Friedrich, Maikönigin Madlene Krug, Julian Raps, 1. Vorsitzender der Landjugend und Dr. Silke Launert MdB. Maibaum der Toleranz mit (v.l.): Gudrun Brendel-Fischer (MdL), Max Raimund (Kreisvorsitzender Landjugend Bayreuth), Sebastian Schaller (Bundesvorsitzender im Bund der Deutschen Landjugend), Delegation der Geflüchteten aus Creußen, Martin Hacker (Vorsitzender der Landjugend Schreez). Chiara Hartmann, 1. Vorsitzende der LJ Plössen beim Gestalten der Hinweistafel auf den Maibaum der Toleranz mit Kindern aus dem Publikum sowie der Kindervolkstanzgruppe der Landjugend. Die Kindervolkstanzgruppe der Landjugend Eckersdorf mit ihren Tanzleiterinnen und ganz links im Bild Lisa Parchent, der 1. Vorsitzenden

Sie sind damit Teil der über 30 Maibäume für Toleranz im gesamten Freistaat. Mit ihrer Teilnahme folgten sie dem Aufruf des Bayerischen Bündnisses für Toleranz- Demokratie und Menschenwürde schützen. Es hatte aufgerufen, mit dem Maibaum ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt zu setzen. Getreu dem Motto „Wir stellen uns gegen alle Botschaften, die ausgrenzen, gegen Gedanken, die Menschen gegeneinander ausspielen und Missgunst und Hass säen. Gemeinsam sind wir gut aufgestellt, wie unsere Bäume. Wir spielen unsere Wurzeln nicht gegen unsere Äste aus.“ Das ist ein Statement, welches unter jedem der beteiligten Maibäume zu hören war. Ehrenäste wie MdB Dr. Hans- Peter Friedrich oder Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner sowie der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl, der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Matthias Fack, die Regionalbischöfinnen Susanne Breit-Keßler und Gisela Bornowski sowie Oberkirchenrat Detlev Bierbaum und viele weitere Unterstützer*innen waren bei den einzelnen Aktionen vertreten und unterstützten diese Aktion für Vielfalt und Toleranz mit ihren einheitlichen Grußworten und ihrer Anwesenheit.

Folgende spannende, kreative und farbenfrohe Maibaum-Aktionen unter dem Motto „Gemeinsam gut aufgestellt!“ fanden bei der Landjugend statt:

Landjugend Zaubach und ihre Maibaum-Aktion

Der Maibaum für Toleranz wurde mit einer großen Dorfgemeinschaftsfeier aufgestellt, zu der explizit Auswärtige aus den umliegenden Orten eingeladen wurden. Die Gemeinschaft wurde gerahmt von großen Schildern mit der Aufschrift: „Aufstehen, aufstellen und aufeinander zugehen“. Ergänzt wurde diese Botschaft um Plakate mit „Gemeinsam statt einsam“ und „Über den Tellerrand blicken“. Im Mittelpunkt stand dann aber doch die Gestaltung des Maibaumes in den Farben der Toleranz-Aktion. Über 100 Personen brachten mit ihrem blauen, gelben oder rosafarbigen Handabruck ihre bunte Einstellung zu Vielfalt und Toleranz zum Ausdruck. Als Erinnerung über den 1. Mai hinaus wurde der Maibaum mit einem Schild „Maibaum für Toleranz“ gekennzeichnet. Die stellvertretende Landrätin Christine Flauder bekam beim Anbringen tatkräftige Unterstützung durch den Landjugend-Vorsitzenden Tim Hennemann und Applaus von Landesvorsitzenden der Bayerischen Jungbauernschaft Martin Baumgärtner sowie Bürgermeister Roland Wolfrum.

Landjugend Schreez und ihre Maibaum-Aktion

„Integration und Gemeinschaft leben“, das wollen wir mit unserem Maibaum für Toleranz dieses Jahr zum Ausdruck bringen, sagt Max Raimund, Mitglied der Schreezer Vorstandschaft über die Motivation sich zu beteiligen. Dafür waren einige Hürden zu überwinden. Doch es ist gelungen. Die Landjugend Schreez konnte zum Binden der Maibaum-Girlande geflüchtete Jugendliche aus Creußen willkommen heißen. Gemeinsam pflegten sie die für die Flüchtlinge so unbekannte Tradition. Fichtenzweig um Fichtenzweig wurde so in fröhlicher Gemeinschaft festgebunden. Nach getaner Arbeit gönnte sich die Truppe eine deftige Brotzeit- weniger traditionell, denn Schweinefleisch hätte ausgegrenzt. Zum Aufstellen des in seiner Entstehung originellen Maibaumes war eine kleine Delegation der Geflüchteten gekommen. Tatkräftig packten sie zu als es darum ging, den Maibaum zum Bestimmungsort zu tragen und für das Dorffest weitere Sitzbänke aufzustellen. Denn die Volkstänzer, ob groß oder klein, hatten ein paar besondere Tänze einstudiert. Mit dem letzten, einem Gemeinschaftstanz von Klein und Groß, brachten sie auch noch mal ihre Botschaft: „Gemeinschaft leben“ zum Ausdruck.

Landjugend Eckersdorf und ihre Maibaum-Aktion

Extra für Toleranz und Vielfalt einsetzen, dass braucht die Eckersdorfer Landjugendgruppe nicht, denn das ist etwas, was sie tagtäglich mit ihrem Engagement tun. „Sich für andere einsetzen, ist bei uns eine Selbstverständlichkeit“ sagt die Landjugendvorsitzende Lisa Parchent. Sie kenne es gar nicht anders. „So haben wir es gelernt und so leben wir es“. Es war den Jugendlichen deshalb eine Freude, ihre Volkstänze anlässlich des Maibaumaufstellens ins Seniorenheim vor Ort zu bringen. „Eigentlich hätten wir die SeniorInnen gern unterm Maibaum begrüßt, aber aus organisatorischen Gründen, war das leider nicht möglich. So haben wir einfach Musik und Tanzfreude eingepackt und unsere Tänze noch einmal im Seniorenheim aufgeführt, zur großen Freude und Begeisterung seiner BewohnerInnen“, sagt die Landjugendvorsitzende. Den Maibaum selbst haben wir als Maibaum der Toleranz mit einem eigens durch die anwesenden Kinder gestalteten Schildes gekennzeichnet. In der Workshoprunde zur Gestaltung wurde sich auch ausgiebig Gedanken zum Thema Toleranz gemacht. Ein Mädchen sagte: „Lästern ist Mist.“

Landjugend Plössen und ihre Maibaum-Aktion

Die Landjugend Plössen setzte das Motto tänzerisch um. Das große Publikum wurde nicht nur mit einem Volkstanzbeitrag erfreut, sondern auch mit einem sportlichen Rock’n’Roll und einem Beitrag des Volkstanznachwuchses. Tanzen für Integration. Integration durch Tanzen. Zufällig wurden in Speichersdorf auch bunte Hände als Symbol für Vielfalt genutzt, um den Maibaum als Baum der Toleranz zu kennzeichnen. Die beteiligten Kinder hatten sichtlich Spaß mit gelb, rosa und blau ihre Hände zu bemalen. Wer weder tanzen noch malen wollte, hatte am Kuchenbuffet die Möglichkeit sich für das Thema stark zu machen. Die Landjugend hatte extra Maibaum für Toleranz- Kuchen backen lassen. Mit dem Erlös wollen sie wiederum ein Projekt für Vielfalt und Demokratie unterstützen.

Landjugend Stockau- Lehen und ihre Maibaum-Aktion

„Maibaumaufstellen ist bei uns eine alte Tradition. Doch noch nie hatten wir ein extra Motto dafür. Das macht die Maibaumaktion in diesem Jahr zu etwas ganz Besonderem, freut sich Julian Raps, Vorsitzender der Landjugend Stockau- Lehen. Auch ihr Ehrengast, MdB Dr. Hans-Peter Friedrich, brachte in seinem Grußwort die Bedeutung von Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft zum Ausdruck. Gut aufgestellt heißt nicht nur, dass die Maikönigin, Madlene Krug, spricht und der Maibaum Wind und Wetter trotzt, sondern auch, seine eigenen Traditionen zu kennen und zu pflegen. Das tut die Landjugend Stockau-Lehen u.a. mit ihrer Maibaumfeier. Hier stehen sie für ihre Tradition und das Brauchtum ein und besinnen sich auf ihre Wurzeln. Gleichzeitig laden sie alle dazu ein, Teil dieser großen Gemeinschaft zu sein. Damit machten sie am 1.Mai ihr Dorf bunt, getreu dem Vorsatz: Unser Land ist tolerant.

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